Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchlaufen einen nachhaltigen Reflexions- und Entwicklungsprozess, der nicht nur ihre professionelle Einstellung und Haltung verändert, sondern sich auch auf ihr Privatleben positiv auswirkt.

Unsere therapeutische Haltung und unser situativer alltagsbezogener Handlungsansatz bedeuten, dass unsere Mitarbeiter/innen und das Trägerpaar sich fortwährend in einem eigenen inneren Veränderungsprozess befinden. Dazu fordern uns unsere Jugendlichen sehr facettenreich heraus. In dem Maß, wie wir uns dieser Herausforderung über eine achtsame Selbstwahrnehmung stellen, wachsen wir an und mit unseren Jugendlichen.

 

Dies setzt voraus, dass unsere Mitarbeiter/innen bereit sind, ihre bislang entwickelten pädagogischen Konzepte in Frage zu stellen. Sie erarbeiten sich neue Handlungsansätze, die es ihnen ermöglichen, sich auf die psychische Realität und die oft bizarren Verhaltensweisen der Jugendlichen einzulassen. Dies geschieht in einem permanenten und intensiven Prozess der fachlichen Anleitung, Begleitung und Reflexion. So entwickeln unsere Mitarbeiter/innen das Verständnis für die durch Traumatisierung veränderte Selbst- und Weltwahrnehmung der Jugendlichen und lernen den Umgang mit ihrem »trauma-logischen« Verhalten.

 

In diesem Prozess lernen unsere Mitarbeiter zu akzeptieren und damit professionell umzugehen, dass die Jugendlichen sie immer wieder in Situationen bringen werden, die sie das emotional erleben lassen, was die Jugendlichen schon erlebt haben: Hilflosigkeit, Ohnmacht, Wut, Rachegedanken, Hass, Bedrohung , Einsamkeitsgefühle und Verwirrung.

 

Unser professioneller Alltag gestaltet sich demgegenüber schützend und stärkend, um sekundären Traumatisierungen und Burn-out vorzubeugen. Trägerpaar und externe Gewaltberater/Tätertherapeuten vermitteln fundiertes Fachwissen – insbesondere psychotraumatologisches Wissen – und die Fertigkeit, dieses Wissen in Hochstress-Situationen umzusetzen.

 

Wichtige Resilienzfaktoren für unsere Mitarbeiter/innen sind zudem Spaß, Freude, Lachen und Humor. Auch darüber gibt es Schutz und Energie. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass die Jugendlichen sich bisweilen davon anstecken lassen.

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